2019

Kunst und Technik

"Ganz große (Märchen-) Oper!"

"Schneewittchen" an der Oper Leipzig als poetische

Medien-Studie

Marius Felix Lange (geb. 1968) hatte das Textbuch für seine 2011 an der Oper Köln uraufgeführte Oper „Schneewittchen“ nach den Brüdern Grimm selbst verfasst. Sinnig und doppelsinnig wechseln intelligente und gewitzte Verse mit der Musik eines in allen vokalen Genres erfahrenen Film-, Lied- und Opernkomponisten. Patrick Rohbeck griff diese Akzente aus der melodienreichen Partitur für seine Inszenierung auf.

Er bescherte damit ein zweistündiges und für alle Jahreszeiten passendes Märchen der Extraklasse. Bei der ersten Vormittagsvorstellung versuchten einige erwachsene Begleiter im leider nur halbvollen Opernhaus die bemerkenswert braven Interaktionen der jungen Zuschauer zu unterbrechen. Das muss nicht sein, denn dieses „Schneewittchen“ hielt die Kinder mit einer opulenten, auch dem strengen Blick von Märchenenthusiasten standhaltenden und opulenten, beglückenden, intelligenten Gesamtleistung in Spannung.

Die mittelgroße Besetzung des Gewandhausorchesters folgt unter Giedré Šlekyté den heiklen Wechseln zwischen Dialog und Gesang mit beeindruckender Präzision. Nicht nur sie, sondern auch Alexander J. Mudlagks Scherenschnitt-Projektionen und seine üppigen, das Geschehen dennoch nicht verkleisternden Kostümen machen vergessen, dass die Musik gerade aufgrund ihres punktgenauen Gestenreichtums im Mittelteil leicht zur Monotonie tendiert. Das ist allerdings genau dort, wo der dreimalige Attentatsversuch der bösen Königin auf das ein leicht anthroposophisch angehauchtes Zwergenhaus ausfegende Schneewittchen für Kinder an Spannung verliert. Dass sie sich dabei einmal als von Arbeitsplatzverlust (eingestürztes Bergwerk) geplagter achter Zwerg ausgibt, ist wohl eher ein Problem aus der Lebenswelt älterer Besucher.

 

Mit feinem Humor geht es dem Märchen an unerwarteten Stellen immer wieder an’s Eingemachte.

 Schlau garnierte Märchenwahrheiten

„Wirf dich nicht vorzeitig weg“ warnt einer der hier recht großen Zwerge, wenn der selbstverliebt-schlichte Prinz Schneewittchen (Sven Hjörleiffson) auf seinem etwas nachlässig gepflegten weißen Einhorn mitnehmen will und bei den Zwergen sofort Ängste vor Verlust der kostengünstigen Haushaltshilfe auslöst. Liebe ist hier also fast so gefährlich wie bei Wagner oder Puccini.

Tolle Wirkungen wie in einem großen Opernrausch für Erwachsene gibt es, wenn der Zauberspiegel schräg über der Hauptbühne hängt und das Spielgeschehen in den Zuschauerraum verdoppelt. Der Spiegelgeist ist gleichberechtigt neben den Bach-Evangelisten die neue Paraderolle von Martin Petzold, der Priesterdiadem und Rauschebart tragen darf.

 

Technische Zauberei und leichte Patina der Märchen-Ikonographie verbinden sich in dieser Produktion, der man vor allem für eines dankbar sein muss: Es gibt kein einziges visuelles und textliches Disney-Zitat, die man sonst viel zu oft als Synonym für kindgerechte Optik betrachtet. Dafür erfreut man sich an Bezügen und Assoziationen zu Märchenillustrationen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Doch im vormodernen Geschlechterrollenbild stecken trotzdem nur Magdalena Hinterdobler als größeres und Elin Karlström als kindliches Schneewittchen. Das liegt aber am Rollenzwang zur Naivität als Charakteristikum für verfolgte Prinzessinnen, nicht an der szenischen Realisierung.

Die Figur der Königin Clothilde ist ein gezielter Dolchstoß in die Eingeweide heutigen Optimierungswahns. Alt und hässlich ist sie (Sandra Janke) am Ende. Und sie wird am Schluss vom Spiegelgeist in die Arme genommen, als seien beide ein nach langen Konflikten doch noch einiges Paar, während Schneewittchen mitsamt Zwergen und Prinz in einer goldenen Kutsche den gewiss problemgefährdeten Ehehafen ansteuert. Diese Königin vertraut dem Mega-Medium Spiegel und vergisst den Dorian-Gray-Effekt (steiler Zahn im Spiegelbild contra Gebrauchsspuren in ‚real life‘). Clothilde setzt Prioritäten auf Schönheitsbad und Schönheitsschlaf statt auf Musizieren, Spielen, Lesen. Dieses Märchenbiest wird zum soziologischen Paradefall von dem, was die virtuellen neuen Zauberspiegel aus uns machen. Sandra Janke beginnt am byzantinischen Thron kapriziös wie Julia Roberts in der „wirklich wahren“ Schneewittchen-Story aus Hollywood und gewinnt dann ganz große eigene Persönlichkeitskontur. Toll, wie Patrick Rohbeck alle Schranken fallen lässt und mit jeder Untat immer mehr den Weibsteufel und Dämon aus ihr herausbrechen lässt. Das Lebkuchenherz vom Münchner Oktoberfest, mit dem der Jäger (Stephan Klemm) Königin Clothilde beschwichtigen will, ist für diese schlimmer als der siebte Höllenkreis.

 

Das ganze Stück ist ein liebevolles, ironisches Geflecht aus Märchen, Gegenwartsnähe und Operntraum, weil es Kinder ernst nimmt, nicht kitschig wird und Musiktheater als hypnotisches Wunderwerk zelebriert.

(Roland H. Dippel)

Saale - Zeitung

"Kissinger Operettenzauber: Temperamentvoll durch die Welt der Operette"

. . . Doch dieser Abend hatte nicht nur orchestrale Höhepunkte für den Liebhaber von Konzert- und Operettenmelodien. Bariton Patrick Rohbeck erfreute als Solist und stilvoller Moderator, indem er unter anderem die Historie des Operettenzaubers Revue passieren ließ. Humorvoll widerlegte er die Meinung, die Operette sei oberflächlich und seicht und lieferte zudem interessante Anekdoten zu den Komponisten und augenzwinkernde Gedichte. Darüber hinaus überzeugte er mit seiner kraftvollen, warmherzigen Stimme, zum Beispiel bei dem Evergreen "Ja das Schreiben und das Lesen" aus "Der Zigeunerbaron" von Johann Strauß . . .

 

 

Thüringer Allgemeine

"Fortschrittliche Affen im führerlosen Wagen"

Patrick Rohbeck interpretiert in Bad Langensalza Georg Kreisler und Erich Kästner

"Abramakabra" - so hatte Patrick Rohbeck sein Programm genannt, mit dem er am Freitagabend im Friederiken-schlösschen, "betastet" vom Pianisten Christoph Johannes Eichhorn, so zauberhaft wie makaber seine Zuhörer unterhielt. . . .

Nichts ist abgenutzt, alles ist aktuell und bereitet den kleinen grauen Zellen einen riesigen Spaß. Es stimmt also doch: Intelligente Kunst wird nie unmodern. Erst recht nicht, wenn sie derart professionell präsentiert wird.

Rohbeck ist ein versierter Operetten-Bariton, ein erfahrener Schauspieler und geborener Komödiant. Seine Bühenenpräsenz zeigt sich in authentischer Körpersprache, der eindringlichen und virtuos wandelbaren Stimme und der Intensität seines Spiels. . .

(Dieter Albrecht)

2018

Kultur - Extra

"Doktor Schiwago" / Leipzig

"Patrick Rohbeck ist ein großartig durchtriebener, undurchsichtiger Anwalt Komarovskij."

 

Leipziger Volkszeitung

"Doktor Schiwago" / Leipzig

". . . die menschliche Durchtriebenheit des erneut phänomenalen Patrick Rohbeck."

Leipziger Volkszeitung

"Gelungenes Finale für das Altenburger Musikfestival"

 

". . . Und da war mit Patrick Rohbeck ein nun hier schon bekannter Moderator zu Gange, der in einer literarisch gehobenen Sprache mit Witz und satirischem Einschlag nicht nur die in Italienisch, Französisch und Russisch gesungenen Arien erläuterte, sondern auch Hintergründe und Inhaltsangaben zu den Opern ver-mittelte. Leider nur einmal drängte er sich ins musikalische Geschehen und machte die Registerarie des Leporello aus Mozarts Oper "Don Giovanni" zu einem Kabinettstück . . . 

2017

Das Opernglas

"Prinzessin Nofretete" / Leipzig 

. . . Patrick Rohbeck (Lord J. Callagan / Pharao Rampsinit), der bis in den kleinen Zeh, in jeder Ader echtes Operetten-blut hat - vokal wie spielerisch: Präzises Spiel gepaart mit einem perfekten Timing, Charme sowie einem stilistisch bestens versierten freien Umgang mit Wort und Musik und überdies treff- und geschmackssichere Komik, die ihm nie zur Zote oder zum Klamauk entgleitet. Das alles macht ihn zum Star des Abends. . . (D. Hirschel)

Saale-Zeitung

"Ein Konzert als Erfolgsgeschichte" / Bad Kissingen

. . . Patrick Rohbeck (Bariton) ist nicht nur ein ausgezeichneter Sänger, sondern auch als Komiker und Moderator ein Publikumsliebling. Mit fachkundigen, spannenden und interessanten Moderationen führte er durch das Programm. Bei seinen Auftritten als Solist oder im Duett mit seinen Gesangspartnern durfte er seiner komischen Ader freien Lauf lassen. Bezaubernd war sein Auftritt als Schweinezüchter Zsupan aus der Operette "Der Zigeunerbaron" von Johann Strauß und die Arie "Ja das Schreiben und das Lesen". . . . (P. Klopf)

 

 

2016

Leipziger Volkszeitung

"Liebeserklärung mit Musik, Musik, Musik" Leipzig

Ein bisschen frivol, ein bisschen frech, ein wenig melancholisch und ziemlich üppig: In Leipzigs musikalischer Komödie feierte am Samstagabend unter erheblichem Jubel Patrick Rohbecks Lindenauer Palast-Revue „Capriolen.“

Vulkane werden überschätzt. Kein Mensch braucht sie, um drauf zu tanzen. Es tut auch ein schönes Theater in der Leipziger Vorstadt, das sich als Revue-Palast im Zwischenkriegs-Berlin verkleidet – vorausgesetzt, es verfügt über all die Attraktionen, die eine ordentliche Revue braucht: erstklassige Sänger, ein fabelhaftes Ensemble, attraktive Tänzerinnen, Kostümwerkstätten, die trotz erheblichen Material-Einsatzes die Kunst des Weglassens an den richtigen Stellen beherrschen, ein schwelgerisch aufspielendes Orchester, dem ein fabelhafter Dirigent genau die richtige Musik auf die Pulte arrangiert – und vor allem einen, der all diese Fäden aufnimmt und einen wunderbaren Abend daraus knotet.

 

Im konkreten Fall ist das Patrick Rohbeck. Der ist dem MuKo-Publikum als Sänger-Darsteller bestens vertraut und liefert nun mit „Capriolen. Die Lindenauer Palast-Revue“ seine erste große Regie-Arbeit im Haus Dreilinden ab. Mehr noch: Rohbeck hatte die Idee, schrieb das Buch und richtete die Spielfassung ein. Die Premiere am Samstagabend in der voll besetzten MuKo ist also eigentlich die Uraufführung einer neuen Revue-Operette. Und zwar einer richtig guten.

"Capriolen“ ist eine Liebeserklärung an die Goldenen Jahre der gepflegten Unterhaltung. Rohbeck springt zurück in die frühen 30er und nach Berlin, lässt im Grand-Hotel des Adolf Schultze (Kostadin Arguirov) den historischen Admiralspalast-Betreiber Hermann Haller (Milko Milev) ein großes Vorsingen abhalten (so hießen früher die Casting-Shows) und findet so geschmeidig Gelegenheit, all die große Unterhaltungsmusik einzuflechten, die über die Jahrzehnte nichts von ihrem Schmelz, ihrem Witz, ihrer Sinnlichkeit, ihrer Kraft verloren hat: Fred Raymond und Paul Abraham, Paul Burkhard und Robert Stolz, Paul Strasser, Peter Kreuder und Eduard Künneke kommen da ausführlich als Komponisten zu ihrem Recht. Und da Rohbeck bei dieser Casting-Revue alles vorsingen lässt, was einst in Berlin Rang und Namen hatte, kann er auch Richard Tauber (wunderbar: Radoslaw Rydlewski), Claire Waldoff (sensationell: Anne-Kathrin Fischer), den Tiller-Girls (sehr ansehnlich: Damen des MuKo-Balletts) und den Comedian Harmonists (spektakulär in Szene und Ton: Andreas Fischer, Tobias Latte, Björn Grandt, Peter Waelsch, Stefan Dittko und Christoph-Johannes Eichborn) ein Denkmal setzen. Und weil eine anständige Revue keine Genre-Grenzen kennt, flicht Jean-Pierre Ehrenreich als Monsieur Chapeau sehenswerte Äquilibristik ein und Zauberkünstler Sebastian Nicolas seine eleganten Illusionismen.

 

Es ist also ordentlich was los in dieser Hotelhalle, für die Bühnenbildner Frank Schmutzler liebevoll das MuKo-Entrée hat nachbauen lassen. Zumal wir hier neben dem befehlshabenden Hoteldirektor Schultze auch seinem musikalischen Rezeptionisten Paul Theodor Hartmann (Fabian Egli) begegnen, der mit seinen Freunden, dem Pagen Kurt Schneider (Jeffery Krueger), dem Koch Alfred Joseph Frantisek Swoboda (Andreas Rainer) und dem Zimmermädchen Hanni Luck (Nora Lentner), von der großen Revue-Karriere träumt – und allein von der bezaubernden Gitta Marie von Losch (Mirjam Neururer). Dann sitzt da noch Michael Raschle als Schauspielhaus-Direktor Erik Charell mit falschem Bart umher, der seinem Konkurrenten Haller kurzerhand dieses Unterhaltungs-Panoptikum vor der Nase weg engagiert und seine eigene Revue daraus macht. Die heißt „Capriolen“ und wir sehen sie nach der Pause im zweiten Teil, in dessen Verlauf sich selbstredend die richtigen Paare finden: Paul und Gitta sowie Kurt und Hanni.

 

Sie sind sehr unterschiedlich lang, die beiden Teile. Der zweite ist dicht und knapp, der erste bleibt nur wenig unter dem ersten Aufzug“ der „Götterdämmerung“. Was vor allem daran liegt, dass die Darsteller hier jede Menge Text abzuarbeiten haben. Derlei geht oft schief in der MuKo. Aber Rohbeck bringt nicht nur die Handlung in Gang, sondern auch die Sprache. Und weil also sprechende Schauspieler die Hauptlast tragen und nicht Sänger, die einen Text aufsagen müssen, fühlen sich die knapp zwei Stunden bis zur Pause sehr viel kürzer an.

 

Wie überhaupt sich die „Capriolen“ nicht nach deutlich über dreieinhalb Brutto-Stunden anfühlen. Was natürlich auch an der herrlichen Musik liegt, die Rohbeck im ersten Teil etwas sparsam, im zweiten dafür um so dichter einflicht. Und die wird durch die Bank grandios gesungen und gespielt: Eglis, Kruegers und Rydlewskis feine Tenöre, Neururers und Lentners betörende Soprane, Milevs und Raschles sonore Fundemante, Anne-Kathrin Fischers weise-witziges Disieren, der formidable Satzgesang der Comedian-Harmonists-Wiedergänger und der reife Schmelz Angela Mehlings als betrogene Haller-Gattin Anneliese – man kann nicht genug davon bekommen. Insofern könnte die Chose ruhig noch ein bisschen länger dauern.

 

Daran hat neben den hinreichend lasziven Choreographien Corina Dehnes auch das Orchester der Musikalischen Komödie seine Aktien: Vom ersten Ton der Ouvertüre bis zum Schlussakkord lässt Tobias Engeli, der auch einen Großteil der Arrangements beisteuerte, elegant schwelgen, schmachte, prunken, säuseln und tänzeln. Was da um 1930 in Berlin entstand an „Musik, Musik, Musik“, beweist, dass die Hauptstadt damals nicht nur im seriösen Fach der Nabel der Welt war. Und das MuKo-Orchester nutzt all diese unvergesslichen Hits vom kleinen grünen Kaktus bis zu den „Bessern ältern Herrn“, von „Viktoria und ihr Husar“ bis zum „Singenden Traum“, um zu zeigen, dass dieses Genre derzeit nirgends besser bedient wird als in Lindenau.

 

Kurz nach dieser kulturellen Blüte war 1933 mit einem Schlag alles vorbei. Ihre Protagonisten flohen, so sie es schafften, in die Staaten und legten dort die Fundamente für neue Unterhaltungsträume. Rohbeck thematisiert das nicht explizit, platziert nur im Vorspann, der aus seinen „Capriolen“ einen UFA-Revue-Film macht, dezente Hinweise. Aber die reichen aus, um ihn eben doch mitzudenken, den Vulkan, auf dem da eine Gesellschaft vergnügungssüchtig taumelnd tanzte. Von den Parallelen zum Heute muss man sich nicht den wunderbaren Abend verderben lassen, den das MuKo-Publikum mit ausdauerndem Klatschen und Johlen bedenkt. Aber mal ein wenig drüber nachzudenken, das kann auch nicht schaden. Zum Beispiel in Strauss’ „Arabella“, die am kommenden Samstag in der Oper Premiere feiert und zu der die „Capriolen“ sich verhalten wie ein vorweggenommenes Satyr-Stück – das man ebenfalls unbedingt gesehen und gehört haben sollte. (P. Korfmacher)

 


Thüringer Allgemeine

"Anpfiff! - Gelungenes Faschingskonzert im Nordhäuser Theater" / Nordhausen

. . . So hatte Patrick Rohbeck, exzellenter Moderator und in Nordhausen kein Unbekannter mehr, als "Schiri" alles im Griff. Mit manch lustiger Episode und interessanten Informationen begleitete er das Publikum von Sportart zu Sportart, soll heißen, führte rhetorisch gewandt und temperamentvoll vorgetragen durch den Abend. 

. . . Patrick Rohbeck bestach nicht nur als Moderator, er gefiel gleichermaßen auch als Sänger im Duett mit Katharina Boschmann "Alles, was du kannst" aus "Annie get your gun" (Irvin Berlin), wobei sie natürlich alles viel besser konnte. Er konnte in der Registerarie aus "Don Giovanni" von W. A. Mozart sängerisch und spielerisch überzeugen. Lächelte da in seinem Leporello etwa ein Bild der Kanzlerin ins Publikum? Nun ja, im Karneval ist so manches erlaubt.. (Chr. Laude)

 

2015

Leipziger Volkszeitung

"Mensch ist Mensch, und Liebe ist Liebe"

Giorgio Madias Inszenierung von "La cage aux folles" räumt in der Musikalischen Komödie ab

. . . Denn "La cage aux folles" in Lindenau ist eine fabelhafte Produktion, nicht als Musical, sondern als Boulevard-Komödie mit Tiefgang, mit Botschaft gar. 

Vor allem weil Patrick Rohbeck so berührt. Er ist nicht nur Albin, der Kapriziöse, der Sensible. Er ist auch Zaza, die Herrliche, die Exaltierte, der Star von Georges Transvestitenkabarett. 

Wie Rohbeck diese beiden Seelen, ach, in einer Brust ausblanciert, die glamouröse Rampensau gibt und das verwundete Reh, das allein macht die Produktion sehenswert.

Keinen Millimeter dreht er die Schraube zu weit in Richtung Karikatur. Albin und Zaza, sie bleiben Mensch. Und weil die Würde dieses Menschen in keinem Augenblick in Gefahr ist, darf und kann herzlich gelacht werden über diese natürlich auch saukomischen Inszenierung. . . 

(P. Korfmacher)

 

 

2014

Leipziger Volkszeitung

"Hin und wieder zünden Zoten"

Volker Vogels Inszenierung von Heubergers "Opernball" feiert Premiere in Leipzigs Musikalischer Komödie

Stimmlich herausragend: . . . Patrick Rohbeck als Paul Aubier!

. . . Auf dem Niveau, für das die MuKo für gewöhnlich steht, ist vor allem . . . und Patrick Rohbeck als Angèles vergnügungs-wütiger Gatte Paul Aubier. Warm und weich und rund klingt sein Bariton. Und durch die unbändige Bühnenpräsenz des Schauspieler Rohbeck scheint auch musikalisch so etwas wie ein Charakter durch. Ein wunderbarer Sänger - Darsteller. . . . (P.Korfmacher)

2010 - 2013

"Operettenhit an Operettenhit"
Traditionelle Gala im restlos ausverkauften Festsaal


. . . Patrick Rohbeck ist ein gestandener Bühnenfuchs mit einem angenehm kräftigen Bariton und ausgestattet mit allen Entertainerqualitäten, die ein guter Moderator braucht: charmant, sprachlich gewandt, geistreich und witzig, schauspielerisch geschult. Wie er gleich am Anfang mit dem Lied "Dunkelrote Rosen" aus "Gasparone" allen Damen in der ersten Reihe eine solche überreichte, zeigte den großen Charmeur, der die Bühne beherrscht. . . .
 

"Gute-Laune-Musik zum Jahreswechsel"

. . . Mit volumenreichem, strahlendem Bariton, viriler vokaler Ausstrahlung sang Patrick Rohbeck die Arie "Dunkelrote Rosen" aus Carl Millöckers Operette "Gasparone". . . 

"Ein volles Haus beim Wunschkonzert"

. . . Die Rolle des Conférenciers übernimmt Patrick Rohbeck, der sich außer auf humoristische Ansagen, von denen man so einiges lernen kann, vor allen Dingen aufs Singen versteht. Sein voller und warmer Bariton, mit dem er die Arien des Figaro von Mozart und dessen Leporello aus „Don Giovanni“ ebenso mühelos meistert wie den Germont aus Verdis „La Traviata“, hinterlässt im applaudierenden Auditorium bleibende Eindrücke.

 

"Evita in kaltem Mausoleum"

Großartig sang Patrick Rohbeck den Perón!

. . . Der Bariton Patrick Rohbeck überzeugt in der Rolle von Evitas Präsidentengemahl Perón voll und ganz und schafft es, dem eigentlich eher blassen Charakter Charisma einzuhauchen. Sein wohltuender Baritonklang gibt dem Abend eine ganz besondere Note. . . .


"Ein neuer Star, der nicht nur gut singen kann!"

 

Er war der Star der Helmstedter Neujahrskonzerte:
Patrick Rohbeck, ein Kavalierbariton mit großer Ausstrahlung. Er trug Smoking mit einem weißen Salopptüchlein in der Brusttasche und glänzenden Biesen an den Hosen. Sein Bariton klang geschmeidig und absolut sicher in allen Tonlagen. Zum großen Erfolg der drei Neujahrskonzerte trug ebenso seine Moderation bei. Patrick Rohbeck verstand es meisterhaft, seine textlichen Beiträge zu charakterisieren und war mimisch, gestisch und sprachlich ein exzelenter Moderator, der die Neujahrskonzerte zu einem neuen Höhepunkt führte. Aber auch sängerisch hatte er viel zu bieten, ob in Bizets "Torero-Arie", in Mozarts Figaro, in Verdis "Germont-Arie" oder in der "Registerarie" aus Mozarts Don Giovanni. Er bewies eindrucksvoll seine prächtigen Stimmqualitäten und hatte stets das Publikum mit starkem Applaus auf seiner Seite. . .

 


„Eigentlich ist die Bratsche kein Schlaginstrument“

Patrick Rohbeck moderierte Prokofjews „Peter und der Wolf“


. . . Als Moderator hatte die Philharmonie Patrick Rohbeck gewonnen. Der auch international bekannte Bariton hat eine kabarettistische Ader, ist mehrfach als Regisseur in Erscheinung getreten und dürfte manchem auch als Sänger des Orchesters Franz` L aufgefallen sein. Der richtige Mann also, um einen Sack voller Flöhe bei Laune zu halten. . . . Rohbeck also überlistete die Kleinen immer wieder neu mit Scherzen, mit ernsthaften Erklärungen – und mit der Schönheit der Musik Prokofjews. . . . Wer einen solchen Schwarm kleiner Unruhegeister für Musik begeistern will, der muss ihre Aufmerksamkeit jede Minute neu erkämpfen. Und Rohbeck gelang das ziemlich gut, das zeigten die Reaktionen aus dem Saal. . . . Zum Schluss gabs auf die Fragen: „Hats euch gefallen?“ und „Kommt ihr wieder ins Konzert?“ jeweils ein donnerndes Echo: „Jaaa!“

Strauß: „Die Fledermaus“ - „Inszenierung mit viel Spielwitz“


. . . Patrick Rohbeck, der kurzfristig selber als Dr. Falke eingesprungen war, hat eine jugendfrische, durch starke Bilder überzeugende und viel Spielwitz versprühende Inszenierung geschaffen. . . . Rohbeck verlegte die Handlung aus dem Wien der Gründerzeit in ein ungefähres „Hier und Heute“; er zeigt das Spiel der „Rache einer Fledermaus“ als überzeitliche Musikkomödie, in der mit Lust und Freude am Spiel verführt, belogen, betrogen, gezürnt und wieder verziehen wird. Das hat den großen Vorteil, nicht historisieren zu müssen. Sozial- und Kulturkritik können direkt in die Gegenwart gelenkt werden, und es ist niemand aus dem jungen, spielfreudigem Ensemble gezwungen, Wiener Dialekt zu sprechen, ohne es wirklich zu können. . . . 

 


„Mit Lust und Laune“

Mozarts Oper „Die Gärtnerin aus Liebe“ beim Ekhof - Festival in Gotha gefeiert


. . . Dafür hatte er Striche angesetzt - trotzdem dauerte das ganze inklusiver zweier Pausen immer noch dreieinhalb Stunden. Dass diese nicht zu lang wurden, ist der Regie Patrick Rohbecks zu danken, der schon mehrfach für die barocke Bühnenkonstruktion im Gothaer Ekhof - Theater inszeniert hat und auch hier keine sensationelle Neuentdeckung der Partitur versucht, sondern auf deren Witz und Charme vertraute. Mit kuriosen Details lässt er die Akteure lavieren und jonglieren, gibt ihnen tanzende und flatternde Schmetterlinge in die Hand, lässt sie an roten Bändern der Liebe hängen und sich hoffnungslos darin verheddern. . . Kein bisschen brav und schon gar nicht ehrfurchtsvoll, keine erstarrte Andacht im Nachtrag zum 250. Geburtstag des Komponisten, stattdessen ein lebendiges Mozart – Fest. „Alles ist fraglich, alles ist zweifelhaft. Wie soll es weitergeh` n, was wird geschehn?“ So heißt es am Ende des 1. Aktes. Wenn es so weitergeht mit dem Ekhof - Festival und der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl, kann man durchaus zufrieden sein.

 


„Zu Schiller, dem Dichter, schlich Schubert, Noten im Kopfe“

Jena – Schubert: „Die Bürgschaft“


. . . Mit Schillers Balladentext, einem agilen Spielmacher – Sprecher und einigen hinzugefügten und eigens von Sebastian Krahnert instrumentierten Schubert – Liedern (Hoffnung, Des Mädchens Klage, Sehnsucht, Der Pilgrim, An die Freude) gelang dem Regisseur Patrick Rohbeck eine formal geschlossene Werkgestalt, die gerade in ihrer Brechung zwischen originalen Musiknummern, Schillers Balladentext und eingefügten Liedkompositionen dramaturgische Schlüssigkeit und szenische Lebendigkeit gewinnt. . . . 

 


Gluck: „Orpheus“ „Sehnsucht und Zweifel – Aufbäumen und Seligkeit“


. . . Man muss Patrick Rohbeck bescheinigen, mit schlichten und um so wirksameren Mitteln die Grundaussage tiefer Zuneigung sichtbar gemacht zu haben. Ein Bett und die fragilen aber dennoch linear klaren Holzleistenelemente symbolisieren auf der Bühne Räume im steten Wandel. Stilistische Erinnerungen an das nahe Bauhaus werden wach. . . . Auf solche Idee, die seligen Geister im Elysium durch kleine Kinder in unbeschwertem Spiel darstellen zu lassen – darauf muss man erst einmal kommen! . . . Überhaupt war dieser Orpheus frisch und ideenreich. . . Die Jubelklänge von Orchester und Chor konterkariert Rohbeck mit einer etwas anderen „Orpheus“ – Interpretation: Am Ende steht nicht die Errettung Eurydikes, sondern Orpheus Einsicht, dass seine Geliebte tot ist, aber in ihm weiterlebt. Kluges Ende einer guten Inszenierung.


Strawinsky: „Die Geschichte vom Soldaten“ 


„Teuflisch brillantes Meister – Saisonfinale“ / Kampf Gut gegen Böse im Schmidt – Saal
. . . Patrick Rohbeck meisterte exzellent die Rolle des Sprechers als Schlüsselfigur. Er charakterisierte perfekt alle beteiligten Personen und insbesondere den Teufel sprachlich wie gestisch exzellent, wechselte zwischendurch in den Erzählstil und übertrug den Spannungsbogen auf das Orchester. . . . 

 


Kabarettprogramm „Schabermakabernack“


„Heiterkeit mit bösen Spitzen“ – Böse Spitzen im charmanten Kaffehaus – Ton:Mit seinem klassischen Kabarett-Programm präsentierte Patrick Rohbeck dem Bad Langensalzaer Publikum alles andere als nostalgieselige Heiterkeit. Die Zuhörer hatten trotzdem einiges zu lachen.
Von den kleinen Schwächen im täglichen Geschlechterkampf bis hin zu den Untaten der Weltpolitik – peinlich genau sezierte Kabarettist Patrick Rohbeck in „Schabermakabernack“ mit spitzer Zunge die Schwachstellen unserer Gesellschaft heraus. Dabei trog zunächst der Schein, im Smoking mit Fliege und steifem Hemd präsentierte sich der Künstler zunächst wie der chronisch gutgelaunte Conferencier einer beschwingten Kaffeehaus-Matinee. Die Haare gegelt, die Stimme geölt servierte er ein perfekt angerichtetes, aber teuflisch scharfes Gesangsmenue mit klassischer Begleitung durch Felix Reuter am Klavier. An manchem Happen hatten die zahlreichen Zuhörer im Friederickenschlösschen der Kurstadt arg zu schlucken, kamen aber nach einigen Bissen auf den Geschmack. . . . Von moralischen Skrupeln blieb er völlig frei. Immer wieder schaurig schön berührt konnten die Zuschauer immer wieder herzhaft lachen.

 

 
Mehr über Patrick bei:
Facebook